Ulrich Gumpert Quartet

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Das neue Quartett des im November 2005 im Rahmen des "JazzFestBerlin" 2005 mit dem Albert-Mangelsdorff-Preis (Deutscher Jazzpreis) ausgezeichneten Pianisten/Komponisten Ulrich Gumpert entstand anlässlich einer Einladung zum Internationalen Jazzfestival "Richard Oschanitzky" im Mai 2005 in Iasi/Rumänien. Seitdem u.a. Konzerte bei Jazz Baltica 2006 und dem Sziget Festival Budapest 2006.
2007 erschien eine CD mit dem Titel "Quartette" bei dem renommierten Schweizer Label Intakt.
Mehr Information unter: 
www.intaktrec.ch/127-a.htm
 
Das neue Quartett des Pianisten Ulrich Gumpert klingt hinreißend nach guten alten Zeiten, genauer: nach freiem Hardbop. Nicht nach stehen gebliebenen oder zurückgeholten Dingen, sondern nach einfach weiter gegangenen feinen Sachen: Lässig, voller Bewegung und Suche, voller freundlich geteilter Ekstasen und kleiner Komplikationen, die keine Lust machen auf größere. Man hört kompromisslosen Jazz auf dieser Platte, Monk und Mingus und das alte Zentralquartett des DDR-Jazz. Man hört Musiker, die enormen Eigensinn gemeinsam haben und so viel divergierend neben- und übereinander her laufende Musikalität, dass man ihnen überall hin zu folgen bereit ist. Dass sie aus unterschiedlichen Gegenden und Generationen kommen, beeinträchtigt ihren ereignis- und widerspruchsreichen Konsens nicht. Wer Gumpert, Schlagzeuger Michael Griener und Bassist Jan Roder aus anderen Zusammenhängen kennt, was kein großes Wunder wäre, wird seine helle Freude haben an den überblasintensiven, abgrundtiefen Phrasierungen des jungen Tenorsaxofonisten Ben Abarbanel-Wolff aus Washington
- Frankurter Rundschau, 4. Juni 2007

"... an einem... hörbaren Free-Jazz orientiert waren die Stücke des deutschen Pianisten und Komponisten Ulrich Gumpert. Seine Kompositionen präsentierte er gemeinsam mit drei großartigen jungen Musikern von überraschender technischer Perfektion,  dem exzellenten amerikanischen Saxophonisten Ben Abarbanel Wolff ... , dem virtuosen Bassisten Jan Roder und dem Schlagzeuger Michael Griener. Mit ihrem perfekten Zusammenspiel, der inhaltlichen Tiefe und Kontur, ist es den vier stürmischen Musikern gelungen, einen der Höhepunkte des Festivals zu liefern -..
-  „Ziarul de Iasi“, 23.05.2005

"Ulrich Gumpert war mit seinem neuem Quartett in Darmstadt. Vorweg: Es war ein überwältigend gutes Konzert!!! Mit dieser wunderbarem Rhythmusgruppe: Jan Roder am Baß und Michael Griener am Schlagzeug, hat er ein echtes Schnäppchen gemacht. Die beiden sind perfekte Begleitmusiker, swingen was das Zeug hält, machen aber auch selber was los, z.b. wenn eine Ballade sich zur Hymne eignet und entsprechend rhythmisch unterfüttert werden muß, oder eine allzu süßliche Phrase die nötige Prise Laut und Stärke braucht. Gelegentlich fiepen und kratzen sie auch ganz klangverliebt wie strenge Improvisierer, bevor sie wieder losgewittern. Mit Ben Ababarnel-Wolf hat Gumpert einen, trotz seines jugendlichen Alters, charismatischen Frontmann am Saxophon. Im Darmstädter Keller vom Jazzinstitut gabs Ovationen, in Szeged haben sie kürzlich bei einem Rockfestival die Kids staunen lassen und es macht Freude, den bei manchen schon abgeschriebenen Jazzpreisträger Gumpert in solch alter Frische zu erleben. Eine der angenehmsten Konzert-Überraschungen der letzten Zeit. Große Klasse! "
- raimund dillmann, Februar 2007

"....Ulrich Gumpert bekam im Quasimodo den Deutschen Jazzpreis verliehen. Bert Noglik ... hielt eine einfühlsame Laudatio. Dann gab’s eine amtliche Urkunde ... und einen dicken Scheck ...  Der Pianist strahlte und zeigte mit seinem jungen Quartett, warum er ausgezeichnet wurde... "
- Ulrich Stock in der ZEIT-online 8.11.2005

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Ulrich Gumpert (Jg.'45), spielte nach Studien in Weimar (Waldhorn) und Berlin (Klavier & Komposition) in div. Dixieland-Bands, bei Klaus Lenz, SOK, Synopsis/Zentralquartett (mit  Ernst-Ludwig Petrowsky, Conny Bauer, Günter "Baby" Sommer, Klaus Koch), initiierte div. Workshop-Bands, arbeitete für Theater und Hörspiel (u.a. mit Thomas u. Peter Brasch und Jochen Berg), tourte u.a. mit Peter Brötzmann, John Tchicai, Tony Oxley, Steve Lacy, schrieb Filmmusiken (u.a. für Tatort-TV-Krimis) und interpretierte Erik Saties Oeuvre de jeunesse pour piano;
 
Jan Roder (Jg.'68), Studienabbrecher an der Musikhochschule Hannover, lebt seit 1995 in Berlin, Zusammenarbeit mit Alexander v. Schlippenbach, Gunter Hampel, Aki Takase, Rudi Mahall und Axel Dörner, Einspielung des Gesamtwerkes von Thelonious Monk mit Alexander v. Schlippenbach und der Band "Die Enttäuschung" (2003/2004);
 
Michael Griener (Jg.'68), Autodidakt, begann seine freiberufliche Karriere 1988 zunächst in einer intensiven Zusammenarbeit mit Günter Christmann in Hannover und ist seit 1994 einer der begehrtesten Trommler der Berliner Jazz-Szene, was nicht zuletzt durch seine Arbeit mit Phil Minton, Butch Morris, Tal Farlow, Benny Bailey, Herb Ellis u.v.a. evident ist;